Quiet Voice

Link zu: Quiet Voice [neues Fenster] Wirklich gute Artikel

Nettes Interview über Sinn und Unsinn von "Karriere"

Interview mit Hans Ruoff

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Guter Text über Fatwa gegen Rushdie

Islamofaschismus und moralischer Relativismus in der FAZ.

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Wohltuender Text über dämliches Gequatsche

Sueddeutsche über "Herausforderungen"

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Interview mit Ex-Radikalen über Ursachen für islamistischen Terror

"Die Islamistische Weltsicht ist bequem" auf Spiegel online.

Wieso wird so ein interessanter und wichtiger Artikel, der endlich mal Wahrheit und Realität wiedergibt, nicht prominenter platziert?

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Ein Stück Wahrheit zum Umgang mit Islamismus

Vorauseilende Unterwerfung im Tagesspiegel

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Integration - Der große Bruder wird es schon richten

Integration der Türken in der FAZ

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Integration - Der Wille zur Anstrengung kann nicht verordnet werden

Integrationsstudie im Tagesspiegel

Hier stellt mal jemand die richtige Frage: Warum sind Asiaten besser integriert als Türken? Ich finde es falsch, bestimmten Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund weiter Vorwände für ihre eigene mangelnde Anstrengungsbereitschaft, als vollwertiges Gesellschaftsmitglied zu funktionieren, zu liefern. Der deutsche Staat tut genug. Die deutsche Gesellschaft als Ganzes ist nicht integrationsfeindlich, natürlich ein paar Dumpfbacken gibt es überall. Wir haben einfach die Falschen ins Land gelassen. Asiaten mit Anstrengungsbereitschaft gut - Türken aus Anatolien, die sich freuen, dass sie deutsche Multikulti-Sozialstaat-Strukturen nutzen können wie es ihnen passt und lieber Fernsehen schauen oder Mitschüler verprügeln, nicht gut.

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Scheiss Hamas bald weg?

Wer hat hier gewonnen auf Spiegel online.

Kapieren die vielleicht mal was?

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Ich finde Personaler zum Kotzen

Und hier denkt endlich mal jemand in die richtige Richtung:

FAZ über Einheits-Manager

Was mich persönlich unheimlich stört sind die genannten automatisierten Auswahlprozesse, die eben gerade nicht das optimale Leistungspotential für die Unternehmen herausfiltern, sondern vielfach zu "falsch-negativen" Beurteilungen führen, weil bestimmte Kenndaten nicht im Lebenslauf auftauchten. Ich finde das grenzt an Diskriminierung mal so nebenbei.
Ich kann ja verstehen, dass Personaler ein Interesse an möglichst wenigen "falsch-positiven" Bewertungen haben, aber diese Engstirnigkeit und mangelnde Fähigkeit die Grenzen ihres Systems zu erkennen, die nervt mich echt. Außerdem führt sie dazu, dass man während seines Studiums in einen unheimlichen Lebenslauf-Stress gerät, weil man eben diese Kenndaten liefern muss, wenn man sich gewisse Chancen offenhalten will. Dabei werde ich doch auch kein anderer Mensch dadurch, wenn ich 1 oder 2 Semester schneller studiere.

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Wie Obama siegte

Das Geheimnis der Marke Obama im Harvard Bussiness Manager

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Finanzkrise in Deutschland - So ist es doch!

Ungewöhnlich treffende Worte auf Spiegel online

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Tod eines Journalisten (krass)

Posthumer Text des ermordeten regimekritischen Journalisten Lasantha Wickrematunge in Sri Lanka:

FAZ

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Spinnen die? Ja.

Anti-Amerikanismus im Iran in der FAZ

Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass es auch im Iran insbesondere in Teheran eine aufgeklärte, gebildete Oberschicht gibt, die gegen die Politik von Ahmadinedschad ist. Ahmadinedschad verdankt seine Wahlsiege im besonderen Maße der armen (dummen?) Unterschicht auf dem Land, der er ölfinanzierte Wahlgeschenke zukommen liess.

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Migrationshintergrund: Der unverstellte Blick

Kommentar im Tagesspiegel
zum Thema Kriminalität und Migrationshintergrund

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Islamistischer Terror: Die Frage nach Recht und Unrecht

Endlich mal jemand, der nicht nur Ereignisse, Zitate und Stimmungen reproduziert, sondern die absolute Frage nach Recht und Unrecht stellt. Warum werden in deutschen Medien so oft nicht die richtigen Fragen gestellt und beantwortet? --> s. auch Medienkritik

Tagesspiegel:
Kein Terror im Namen Gottes!

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Finanzkrise aus Sicht eines Lehman-Angestellten

So ist das:

Lehman-Pleite auf Stern.de

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Schon mal was von Isomorphismus gehört?

Eine Ursache für Gleichförmigkeit und Engstirnigkeit:

Isomorphismus im Harvard Bussinessmanager

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Subtile Diskriminierung und Engstirnigkeit im Bewerbungsgespräch?

"Wir sind ein sehr deutsches Unternehmen" auf Spiegel online

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Noch mehr Helmut Schmidt

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Ganz gutes Interview mit ehemaligen UN-Generalsekretär zum Nahost-Konflikt

Spiegel online

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Gesucht: Chefs mit Profil

Gar nicht so schlecht:

Harvard Bussiness Manager:
Gesucht: Chefs mit Profil

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Mehr Helmut Schmidts braucht das Land!

Helmut Schmidt bei Beckmann:

Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Teil 7

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Zur Finanzkrise in der besten Zeitung - Der Sueddeutschen

Stärkung der Verbraucherrechte

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Schlauer Erzbischof in der FAZ

Ordnungspolitik

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Pendlerpauschale

Endlich spricht es mal jemand aus:

Kommentar zur Pendlerpauschale auf Tagesspiegel.de

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Medienkritik - Sehr guter Artikel

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Warum Studiengebühren?

Fangen wir mit einer Gegenfrage an: warum nicht?
Studenten nehmen eine Leistung in Anspruch, warum sollten sie nicht dafür zahlen?
Natürlich, kostenlos ist immer schön. Am liebsten bekäme wohl Jeder Alles für gar nichts. Eine Gesellschaft, die mit den Widrigkeiten des globalen Kapitalismus zu kämpfen hat, sollte jedoch ökonomischen Sinn und Unsinn in ihre Überlegungen miteinbeziehen.
Echte Argumente gegen Studiengebühren (500€/Semester) sind derer eigentlich nur zwei, diese bergen jedoch erhebliches Diskussionspotential: Soziale Benachteiligung und Erhöhung der Hemmschwelle ein Studium aufzunehmen.

Dem Argument der sozialen Benachteiligung stimme ich unter den Verhältnissen, die wir in Deutschland genießen, nicht zu. Es gibt Modelle für Studiengebühren, die dem Bedürftigen Darlehen zu guten Zins-Konditionen bieten. Das heisst, jeder kann ein Studium beginnen und auch abschließen. Man gerät natürlich in eine etwas unkomfortable Lage, sollte man als fertiger Akademiker der Arbeitslosigkeit oder des Taxifahrens frönen. Aber über welche Größenordnungen sprechen wir denn hier? 500€ pro Semester bedeuten nach 5 Jahren Studium inklusive Zinsen grob gerechnet 6000€ Schulden. Durch 6000€ Miese geht niemand insolvent und er braucht sich auch sonst nicht den Strick zu nehmen, der Sozialstaat wird ihn auffangen. Natürlich wird ein Taxifahrer mit wohlhabender Familie mit diesen 6000€ besser fertig, als ein Taxifahrer, der alles selbst bezahlen muss. Aber die Begrifflichkeit der sozialen Benachteiligung finde ich hier unangemessen, ich würde schlichtweg von Eigenverantwortung sprechen.
Würde das Angebot des Studiendarlehens nicht existieren und ärmeren Menschen damit der Zutritt zum Studium verwehrt bleiben, das wäre in der Tat soziale Benachteiligung.

Die Überlegung, dass durch Studiengebühren die Hemmschwelle für ein Studium steigen könnte, ist prinzipiell nicht ganz unvernünftig. Jedoch, auf welche Bevölkerungskreise könnte das zutreffen? Mir fallen wiederum im Wesentlichen zwei Gruppen ein:

Gruppe 1: Geisteswissenschaftler und Juristen, die sich plötzlich mit der Notwendigkeit des Geldverdienens nach dem Studium konfrontiert sehen, könnten in der Tat ihre Begabungen und die daraus folgenden Berufsaussichten einer kritischen Überprüfung unterziehen und sich einer Fachrichtung zuwenden, die zwar weniger studentische Freiheiten und mehr Schweißarbeit verlangen, dafür jedoch echte ökonomische Perspektiven bieten. In meinen Augen gesamtgesellschaftlich gesehen ein durchaus vorteilhaftes Szenario. Natürlich wäre es schön für die Studenten, wenn sie sich noch ein paar Jahre selbstverwirklichen könnten. Aber den Preis zahlt die Gesellschaft. Wir haben viel zu viele Geisteswissenschaftler und Juristen, deren Leistung definitiv nicht benötigt wird und die dem Staat während des Studiums auf der Tasche liegen. Wenn ich mir eine persönliche Bemerkung erlauben darf: Mindestens 60% der Politik-, Philosophie-, Kulturwissenschafts-, anderer Geisteswissenschafts- und auch Jurastudenten bieten Leistungen, die die Gesellschaft einfach nicht braucht. Da greift auch das Argument der Sinnstiftung durch Geisteswissenschaftler nicht mehr. Denen ist doch einfach nichts Besseres eingefallen, seien wir doch mal ehrlich. Die werden die Gesellschaft im intellektuellen Sinne nie vorwärts bringen. Diese 60% wären wesentlich besser aufgehoben, wenn sie sich zu einem soliden Ingenieur ausbilden ließen und im Laufe ihres Lebens dem Land ein Vielfaches von dem zurückgeben könnten, was sie an Kosten verursacht haben. Wir haben zu wenig Ingenieure und andere Naturwissenschaftler, die Industrie braucht sie. Aber das sind Studiengänge, für die man sich auch mal quälen muss, sonst versteht man spätestens im zweiten Jahr kein Wort mehr. Wer hingegen wirklich zum Geisteswissenschaftler geboren ist, der wird sich von Studiengebühren nicht abschrecken lassen. Und das sind dann auch die Leute, die eine Gesellschaft in der Tat braucht, weil sie einen intellektuellen Überbau bieten und sinnstiftend wirken.

Gruppe 2: Ein Mensch, der über wenig Selbstvertrauen verfügt, könnte seine Fähigkeiten unterschätzen, und, den gnadenlos überschuldeten Taxifahrer vor Augen, statt des Studiums eine Ausbildung beginnen. Ich muss zugeben, um diesen Menschen wäre es in der Tat schade. Er würde durch die Maschen des Systems fallen. Aber, wieviele Menschen mit zu wenig Selbstvertrauen gibt es, die sich trotz guten Zuredens durch Eltern und Freunde, abweichend von der Marschrichtung eines Großteils ihres bisherigen Umfelds (nämlich Richtung Universität) entgegen ihrem Wunsch sich selbst zu verwirklichen und viel Geld zu verdienen und widersprüchlich zum Erleben ihrer eigenen intellektuellen Fähigkeiten im Abitur gegen ein Studium entscheiden? Sehr wenige.

Was folgt aus alledem? Soziale Benachteiligung durch Studiengebühren gibt es nicht. Das geisteswissenschaftliche Potential, das durch Studiengebühren verloren ginge, existiert nicht. Die Ökonomischen Vorteile durch die reine Gebührenerhebung einerseits und die Umorientierung von nicht benötigten geisteswissenschaftlichen und juristischen Massen andererseits wären beachtlich. Da spielt es im Grunde gar keine Rolle mehr, ob die Gebühren direkt den Unis zufließen oder nicht.
Stichhaltige Argumente gegen Studiengebühren lassen sich nicht finden, das Einzige was bleibt, ist das bestenfalls nachvollziehbare Streben der Studenten nach einem möglichst druckfreien Dasein.

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Leseempfehlung

Es spielt keine Rolle wie falsch man liegt. Man findet immer Argumente, die besagen, dass man Recht hat.
Ein Beispiel hierfür im Manager-Magazin.

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Dient der Kapitalismus dem Menschen?

Die wichtigste Erkenntnis vorneweg: Die Lage ist kompliziert. :) Auf der einen Seite scheinen die Leistungsfähigkeit der Gesamtgesellschaft und auf der anderen Seite das Wohlbefinden des Einzelnen zu stehen. Beides steht natürlich miteinander in Beziehung jedoch nicht ausschließlich im positiven Sinne. Hinzu kommen gewisse von außen gegebene Bedingungen, die nicht zu ändern sind, aber genug des Abstrakten.

Erstens: Der Kapitalismus entfaltet einen derartig starken Leistungsdruck auf die in ihm lebenden Menschen, dass man sich die Frage stellen muss, ob der materielle Output, den der ungezügelte Kapitalismus bietet, den menschlichen Preis wert ist. Der menschliche Preis sieht für jede gesellschaftliche Schicht anders aus. Die Schwächsten der Gesellschaft leben unter materiellen Bedingungen, die zwar das menschenwürdige Überleben sichern, die man aber trotzdem eigentlich niemandem wünscht. Die Mittelschicht arbeitet mehr oder weniger hart, lebt eigentlich ganz gut, blickt aber vor Neid zerfressen auf die Oberschicht. Die Oberschicht wiederum arbeitet rein zeitmässig am meisten, unter Akademikern sind 60h-Wochen und mehr durchaus normal, so dass das verdiente Geld ein wenig seinen Sinn verliert, da niemand die Zeit hat, es zu genießen. Die Elite, die Erben großer Vermögen und Inhaber erfolgreicher Unternehmen sind wiederum die großen Gewinner. Sie leben oftmals frei von materiellen Sorgen unter Bedingungen, die die anderen 99,9999% der Menschheit als geradezu aberwitzig luxuriös wahrnehmen.

Zweitens: Der mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Kommunismus ist offensichtlich gescheitert. Er ist schlichtweg nicht überlebensfähig. Früher oder später wird ein kommunistisches Land vom kapitalistischen Nachbarn wirtschaftlich sowas von abgehängt, dass die Menschen anfangen Tunnel zu graben, um das Land zu verlassen. Es funktioniert einfach nicht. Zumindest, und das ist der zentrale Punkt, dann nicht, wenn der Kommunismus in Konkurrenz zum Kapitalismus steht. Wenn die ganze Welt kommunistisch wäre, dann wäre die totale Planwirtschaft möglicherweise durchaus ein lebensfähiges Modell(ob auch lebenswert ist eine andere Frage). So ist es aber nicht. Egal wie groß und stark ein Land ist, ja wenn sich die ganze EU entschliessen würde, wir werden jetzt kommunistisch, wir würden langfristig von Bangladesch überholt werden und die EU-Bürger würden Tunnel graben bis nach Bangladesch.

Ist der Kapitalismus gerecht? Diese Frage soll jeder Leser für sich selbst beantworten. Die Gerechtigkeitsfrage bringt uns nicht weiter. Sie stillt verständliche emotionale Bedürfnisse, aber warum auf die Relationen schielen, wenn es doch eigentlich darum geht, dass jeder Einzelne absolut betrachtet ein möglichst schönes Leben hat. Aber in Ordnung, um etwaigen Leserprotest vorweg zu nehmen, auch ich finde es nicht gerecht, wenn Manager zweistellige Millionenbeträge kassieren. Das sind Auswüchse des Marktes, die ich nur zu gerne z.B. wirklich bedürftigen Sozialhilfeempfängern und Arbeitslosen zukommen lassen würde. Die Betonung liegt hierbei jedoch auf "wirklich bedürftig" und nicht etwa faul. Warum soll irgendein Mensch mehr als 1000.000€ im Jahr verdienen? Dazu sehe ich nur unter dem Aspekt der Wertschätzung seiner Arbeit keinen Grund. Ich persönliche empfinde jedoch auch keinerlei Mißgunst.

Ein Kernprinzip des Kapitalismus ist das des Wettbewerbs. Wettbewerb um einfach Alles zwischen Einzelpersonen, zwischen Unternehmen, zwischen Ländern. Nur wer sich anstrengt, kommt nach oben und bringt nebenbei die ganze Gesellschaft ein Stück vorwärts. Der meisten Bedeutung in bezug auf die Gesamtleistungsfähigkeit eines Unternehmens oder einer Gesellschaft kommt dabei den Personen an der Spitze zu. Treffen sie die richtigen Entscheidungen, geht es allen gut, steuern sie falsch, geht alles den Bach runter. Deswegen gibt es auch um die besten Köpfe einen harten Konkurrenzkampf. Würde Deutschland sich einfach hinstellen und per Gesetz die Spitzengehälter für Manager auf 1000.000€ begrenzen, würde das Humankapital an der Spitze durch Abwanderung geschwächt und Deutschland würde, ja genau, den Bach runter gehen. Ein Schiff ohne guten Kapitän bleibt lieber gleich im Hafen. Dummerweise gibt es im Kapitalismus keinen Hafen. Wie gesagt, die Leute buddeln notfalls Tunnel bis Bangladesch.

Aber schön wäre es ja schon, wenn man so ein paar Dinge einfach per Gesetz regeln könnte. Spitzengehälter, Arbeitszeiten und was einem der Konkurrenzkampf im Leben sonst noch so kaputt macht. Studenten stehen z.B. unter erheblichem Druck, ihr Studium möglichst schnell mit möglichst guten Noten abzuschließen. Sonst werden sie vom Arbeitsmarkt knallhart aussortiert. Wer sich mal ein freies Jahr gönnt, hat ein Problem. Dabei lebt man doch nur einmal. Aber warum sollen Karriere und ein schönes restliches Leben unbedingt Alternativen sein?

Im Grunde meine ich, wir sollten den Kapitalismus nicht abschaffen, nein, dafür setzt er viel zu viel positive Energie frei. Wenn Leistung sich lohnt, dann profitieren alle davon. Aber, aber, aber, wir sollten den Kapitalismus intelligent regulieren. Die große Betonung liegt auf INTELLIGENT. Ein Beispiel für intelligente Regulierung sind z.B. Gewerkschaften oder Kündigungsschutz. Eindeutige Ökonomiebremsen und trotzdem gut und richtig. Das Problem dabei ist der Wettbewerbsdruck, dem die einzelnen Länder global ausgesetzt sind. Betrachtet man den Weg vom totalen Kommunismus zum ungezügelten Kaptitalismus als Kontinuum, dann geht jedes Land, das sich auf diesem Kontinuum ungeachtet des Wettbewerbsdrucks in Richtung Regulierung und damit näher hin zu Planwirtschaft und Kommunismus bewegt, ein Risiko ein, von der globalen Konkurrenz wie ehemals die DDR langfristig abgehängt und plattgemacht zu werden.

Was folgt daraus? Ist der Kapitalismus gerecht? Nicht wirklich. Kann der Kapitalismus für die Menschheit mehr leisten als er im Moment tut? Ja, er kann. Der Kapitalismus kann viel, viel besser sein. Durch intelligente, punktuelle aber flächendeckende Regulierungen, die die Unebenheiten und scharfen Kanten des Kapitalismus etwas glätten und schleifen, jedoch ohne die positiven Energien völlig von ihm zu nehmen. Die Gesamtleistungsfähigkeit einer Gesellschaft im ökonomischen Sinne würde zurückgehen, dem einzelnen Menschen würde es jedoch trotzdem besser gehen. Dummerweise und das ist der Haken, den die Linke übersieht, kann das ein Land alleine einfach nicht wie ich oben dargestellt habe. Es gibt nur einen Weg, dieses Modell zu realisieren. Und der erscheint auf absehbare Zeit leider, leider (ehrliches Bedauern) nicht gangbar. Jedes Land auf der Erde oder zumindest 99,9% der Menschheit müsste sich diesen Regulierungen unterwerfen, um den entscheidenden Faktor Konkurrenzdruck unter Kontrolle zu bekommen. Nur dann kann es langfristig funktionieren. Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen

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Leseempfehlung

Aussagen lassen sich so leicht verfaelschen wie der Bild-Blog zeigt.

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